Was? Es gibt Cheerleading in der Schweiz?

Swiss Cheerleading

Letzte Woche haben wir die verschiedenen Arten von Cheerleading kennengelernt. Nun bleibt die Frage: Wie sieht Cheerleading in der Schweiz aus?

Wie ihr wisst haben wir keine Universitäten, die mit ihren Sportmannschaften tausende von Zuschauern in die Stadien locken. Schul-Cheer fällt also weg. Ich nehme weiter an, wir hätten es mitgekriegt, wenn wir ein professionelles Team hätten, das beim FC Basel oder bei den Kloten Flyers in den Pausen tanzt – das kann es also auch nicht sein. Da bleibt nur noch Performance und Allstar Cheer.

Performance Cheer in der Schweiz

Schon seit vielen Jahren ist Performance Cheer ein fester Bestandteil der Schweizer Cheerleading-Landschaft. Teams treten in den Kategorien Jazz, Hip Hop und Pom Dance entweder im Double (zwei Tänzerinnen) oder als ganzes Team (bis zu 24 Tänzerinnen) an. In der Teamkategorie müssen mindestens sechs Tänzerinnen antreten. International liegt diese Mindestanforderung bei 16; momentan ist es in der Schweiz aber wichtig, dass auch kleinere Teams teilnehmen können, um die Entwicklung der Sportart zu fördern.

Früher war es für viele Vereine üblich, neben den Stunts und den Pyramiden auch für Performance Cheer (damals noch „Cheerdance“) zu trainieren und auch in dieser Kategorie an der Schweizermeisterschaft zu starten. In den letzten Jahren ist das Niveau aber so rasant gestiegen, dass sich die meisten Vereine für das eine oder das andere entscheiden mussten, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

So bleibt uns heute eine kleine, aber sehr professionelle Auswahl an Performance Cheer Teams. Um mehr herauszufinden, besucht die Website der Eurodancers – sie halten immer die Augen offen nach neuen Talenten, mit denen sie auch in Zukunft nationale und internationale Erfolge feiern können. Selbst wenn ihr nicht in der Nähe von Zürich wohnt: Nehmt Kontakt auf. Ihr könnt Coach Flora sogar direkt erreichen: flora@eurodancers.ch. Unser Sport ist im Wachstum, und wer dabei sein will, findet immer einen Weg.

(Bilder wurden von den Eurodancers zur Verfügung gestellt. Fotograf Meisterschaften: Hans Riegel)

Cheerleading in der Schweiz

Diese Definition ist sehr schwer zu machen, da jeder Verein in der Schweiz ein bisschen anders funktioniert. Die meisten Teams haben an den Sidelines eines anderen Sports wie American Football oder Fussball angefangen. Einige Teams gehören immer noch zu solchen Vereinen (wie z.B. mein eigener; wir gehören zum AFC Winterthur Warriors) und sind auch weiterhin am Spielfeldrand zu sehen. Man könnte also behaupten, dass wir diesen Aspekt vom Schul-Cheerleading übernommen haben.

Die Sidelines sind aber ganz und gar nicht unsere Hauptbeschäftigung. Alle Teams, egal ob einem anderen Verein zuegehörig oder nicht, trainieren mehrmals pro Woche für Cheerleading Meisterschaften. Teams wie die Lausanne Angels oder die Fire Allstars haben sich  mittlerweile von ihren Ursprungsvereinen abgespaltet und gelten somit als reine Allstar Teams, die nur für Meisterschaften trainieren.

Egal, wie der Verein aufgebaut ist: Das ultimative Ziel, abgesehen von internationalen Abenteuern, ist die Schweizermeisterschaft. Die findet jeweils im Mai statt.

 

 

Habe ich da internationale Abenteuer gehört?

Natürlich! Da es in der Schweiz nur maximal drei Meisterschaften im Jahr gibt, wenden sich viele erfolgsorientierte Teams in Richtung Ausland. Verschiedenste Wettkämpfe werden in Europa durch’s Jahr angeboten, und einige davon haben offene Anmeldungen, bei denen man sich auch als Schweizer Team anmelden kann. Die Meisterschaft im Disneyland Paris ist ein offensichtlicher Favorit, aber auch an der Elite Championship im Movie Park Germany in Bottrop findet man immer wieder Schweizer Teams.

Das Tolle an solchen Wettkämpfen ist, dass sie oft die Kategorie „Groupstunt“ anbieten, wo 4-5 Cheerleader eine Minute lang nur stunten. Das ermöglicht es auch kleinen Teams oder einzelnen Stuntteams, ihr Können zu zeigen. So ist man nicht darauf angewiesen, dass 20 Mitglieder gleichzeitig eine Reise ins Ausland machen können.

Mittlerweile hat die Schweiz sogar ein offizielles Nationalteam, das unser Land an den Weltmeisterschaften („Worlds“) in Orlando, Florida vertritt. Vor den ersten Nationalteam Tryouts im Sommer 2015 wurde automatisch der Verein, der die Schweizermeisterschaft gewonnen hatte, zum Nationalteam. Mit dem neuen System ist es jetzt auch einzelnen Sportlern (die ein höheres Level haben als der Rest ihres Vereins) möglich, ihr Land an den Worlds zu vertreten.

Ich bin dabei!

Falls ich dein Interesse geweckt habe, zögere nicht und kontaktiere ein Team in deiner Nähe! Wir stecken zwar gerade mitten in den Meisterschaftsvorbereitungen, aber bei den meisten Vereinen kannst du sicher mal reinschauen und sehen, wie die Trainings aussehen. Hier findest du uns:

 

Swiss Cheerleading Teams

Performance Cheer

Cheerleading

Aber was macht ihr denn jetzt genau?

Sei gespannt auf den nächsten Post, um das herauszufinden! Nächste Woche erfährst du mehr über die einzelnen Komponente einer Cheerleading Routine, und was in den berühmt-berüchtigten 2:30 Minuten „Full out“ alles enthalten ist.

 

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